Das australische Footscray City College sagt G’day

Von Tony Birch

Image: Footscray City College – oh so cool (behauptet jedenfalls Tony Birch)

Footscray City College – oh so cool (behauptet jedenfalls Tony Birch)

Das australische Footscray City College sagt G’day!

Das australische Footscray City College ist eine staatliche Schule westlich der Innenstadt von Melbourne. An unserer Schule gibt es 46 verschiedene Nationalitäten und beinahe 1000 Schülerinnen und Schüler. Sie blickt auf den Maribyrnong River, einen der großen Wasserläufe von Melbourne. Wir sind eine enthusiastische Gruppe von 14- und 15-Jährigen mit einigen fantastischen, engagierten Lehrerinnen und Lehrern. Wir erkunden die Stadt Melbourne ebenso wie die Naturräume, die die Stadt umgeben.


Diesen Film haben wir an unserem ersten Tag mit Weather Stations erstellt

Unsere Gruppe arbeitet mit Tony Birch und dem Wheeler Centre for Books, Writing and Ideas (Wheeler-Zentrum für Bücher, Schreiben und Ideen) zusammen, um sowohl unsere Texte als auch unser Wissen über den Klimawandel zu verbessern. Tony hat mehrere Bücher geschrieben, darunter Shadowboxing und Blood. Das Wheeler Centre organisiert öffentliche Vorträge und Veranstaltungen zu einer Reihe von Themen, darunter Schreiben, Klimawandel und mehr.

Unser Ziel ist es, die Menschen dazu zu animieren, über den Klimawandel und seine möglichen Auswirkungen auf uns in unseren eigenen Stadtteilen, Straßen und Häusern zu sprechen. Wir möchten, dass Menschen überall auf der Welt wissen, dass wir über das Problem nachdenken und gemeinsam nach Lösungen suchen. Wir möchten nicht nur, dass die Leute über den Klimawandel nachdenken, wir wollen sie auch zu Taten herausfordern.

Wir freuen uns darauf, unsere Arbeiten im September in Berlin mit allen anderen Substationen zu teilen!

 – Die Schülerinnen und Schüler der Substation Footscray City College

 

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Erinnerung an meine Bergbesteigung

 

Als ich 11 Jahre alt war, bestieg ich zusammen mit meinen Freunden einen Berg. Der Berg war hoch, aber das Klima war auf unserer Seite. Es war schön und sonnig, und eine milde, kühle Brise strich an uns vorbei. Nur die Sonne machte uns sehr durstig, da die Temperatur zwischen 31 und 38 Grad betrug. Der Trainer hatte den Berg und das Klima aufgrund der Jahreszeit ausgewählt, weil es zum Bergsteigen im Winter zu kalt und in der Monsunzeit zu nass war. Daher mussten wir im Sommer gehen, was uns beinahe dehydrierte.

– Urja / Footscray City College Substation

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Dromana

Von Gabriel

Seit ich denken kann, fahren meine Familie und ich fast jeden Sommer hinunter auf die Mornington-Halbinsel, genauer gesagt nach Dromana. Egal, ob andere mitfuhren oder wir alleine waren, es war immer ein fantastischer Tag. An einem besonders warmen Sommertag kamen wir später als sonst an, gegen 17 Uhr. Es war draußen noch hell, weil Sommerzeit war, was alles noch besser machte. Meine Schwester und ich hüpften aus dem Auto und rannten an den Strand. Wir ließen unsere Sachen in den Sand fallen und schnappten uns unsere Schnorchel. Das Wasser war kristallklar und wir sahen jede Menge Fische. Nach ungefähr einer Stunde Schnorcheln beschlossen wir, im Sand zu spielen. Nach zwei Stunden am Strand waren wir am Verhungern und verschlangen unsere Fish and Chips. Zu diesem Zeitpunkt wurde es bereits dunkel und wir stiegen für die lange Fahrt nach Hause ins Auto. Ich schlief im Auto ein und der Rest war Geschichte.

 

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Das Theater

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Ob es das Theater in der Schule, das in der Arbeit meines Vaters oder ein professionelles Theater ist, ich fühle mich dort immer wohl und zu Hause. Das Theater bedeutet mir viel, weil mir das Auftreten/Schauspielern Spaß macht. Ich spüre immer einen Hauch von Aufregung und Nervosität, wenn ich ein Theater betrete, und mir steigt der Geruch von Make-up und Schweiß in die Nase, auch wenn ich ihn nicht wirklich riechen kann. Ich finde, man könnte es ein Riechgedächtnis nennen, denn wenn man sich an Orte erinnern kann, die man gesehen hat, warum dann nicht an Dinge, die man gerochen hat? Wenn der erste Takt einer Ouvertüre oder der schweigende Anfang eines Theaterstücks beginnt, durchströmt Lampenfieber meinen Körper, egal, ob ich auftrete oder nicht. Das Theater liegt mir am Herzen, es ist einer der wenigen Orte, an denen ich mit neuen Dingen experimentieren und ich selbst sein kann. Ohne das Theater wäre ich verloren.

 

– Darcy / Footscray City College Substation

 

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Der Garten

The Garden

Ich tauche meine Hände in das Wasser des Brunnens. Verglichen mit der Sommerhitze ist es kalt. Die eher großen Fische versuchen, an meinen Fingern zu knabbern. Es tut nicht weh, aber es kitzelt. Der Duft von Blüten überwältigt meine Nase, als ich den Fußpfad entlanggehe, aber da ist auch ein Hauch von Hühnermist. Bis auf das entfernte Geräusch von Menschen, die reden und lachen, ist es still. Die leuchtenden Farben der blühenden Bäume erstrecken sich von einer Seite meines Blickfelds zur anderen, aber da sind auch der Feldweg und die intensive Farbe des grünen Grases.

– Grace / Footscray City College Substation

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Schnappschuss eines Ortes, der mir wichtig ist

snapshot

Wie man leicht sehen kann, ist das hier ein Bild von einem Freizeitpark. Es bedeutet mir viel, weil meine Familie, meine Freunde und ich jedes Jahr in den langen Ferien in den Freizeitpark fahren. Ich habe dieses Bild ausgewählt, weil ich mich daran erinnern kann, wie ich als kleines Kind auf einem dieser Dinger unterwegs war. Der Freizeitpark bedeutet nicht nur Zeit fürs Vergnügen, sondern auch Zeit mit meinen Freunden. Normalerweise haben ihre Familien immer viel zu tun, und wenn sie mal zu mir nach Hause kommen, bleiben sie nicht sehr lange. Aber wenn wir im Freizeitpark sind, können wir zusammen Zeit verbringen und ganz viel unternehmen.

– Ahad / Footscray City College Substation

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

 

Einfache Dinge

Als ich 13 Jahre alt war, pflegte ich an den Ort zu kommen, den ich am meisten liebe. Es handelt sich dabei um meine alte Schule in Vietnam. Meine alte Schule ist eigentlich fürchterlich. Das Klassenzimmer war schmutzig. Der Boden machte immer laute Geräusche, als ob er gleich auseinanderbrechen würde. Sie ist in schrecklichem Zustand. Aber ich liebe sie trotzdem. Ich erinnere mich an meine damalige Freundin, eine Freundin fürs Leben. Und ein Mensch, den ich liebe. Jeden Tag stand ich mit meiner Freundin auf dem Balkon und unterhielt mich ausführlich über Lehrer, Spiele und andere Dinge. Wir hatten viele Spitznamen für Leute, die wir mochten oder hassten. Niemand konnte uns davon abhalten, uns im Klassenzimmer zu unterhalten. Wir sagten allen, die Geschichte sei nie zu Ende. Es war sehr laut, aber trotzdem schön. Der Ort, an dem wir zusammen sein konnten. Der Ort, an dem ich ich selbst sein konnte. Ich war sehr traurig, als ich diesen Ort verließ. Aber jetzt ist er nur eine Erinnerung. Eine Zeit, die ich nie vergessen werde.

– Tien / Footscray City College Substation

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Blick auf den Fluss

Meine Schritte hallen beim Überqueren der Brücke auf den hölzernen Planken wider und eine leichte Brise fährt mir durch die Haare und weht mir einzelne Strähnen ins Gesicht. In der Mitte der Brücke bleibe ich stehen, halte mich am roten Geländer fest und betrachte die Landschaft vor mir in allen ihren Einzelheiten. Vor mir liegt der Fluss, dessen schimmernde Oberfläche von den gleißenden Strahlen der Sonne erleuchtet wird. Graue, vom tiefen Grün der Algen verfärbte Felsen säumen das Ufer auf beiden Seiten und trennen es vom Land. Üppiges grünes Gras wogt im Wind, verdunkelt von den Schatten der riesigen Bäume, die hoch über dem Boden aufragen. Spatzen, Elstern, Rosakakadus und Regenbogen-Loris schnellen in der Vegetation umher und stören die Stille mit einem Krawall aus Vogelstimmen. In der Ferne bellt ein Hund, gefolgt von einem quiekenden Kinderlachen, das mir die Brise zuträgt. Plötzlich höre ich, wie mein Name gerufen wird, und weiß, dass es Zeit ist zu gehen. Langsam wende ich mich ab und überquere den Rest der Brücke, in Gedanken noch beim Fluss. Den Fluss, an dem ich aufgewachsen bin. Den Fluss, an dem ich mein Leben lang gewohnt habe. Den Fluss, der so voller Leben ist… Ich kann nur hoffen, dass das so bleibt.

– Eliza / Footscray City College Substation

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Salat vom Fuß des Hügels

salad

Heute gingen wir an den Fuß des Hügels, um mehr über das Sammeln von Nahrung als Alternative zum Lebensmitteleinkauf im Laden zu lernen. Wir sammelten einige ganz bestimmte Dinge und gingen wieder zum Nachhaltigkeitszentrum hinauf, um einen Salat zu machen. Auch wenn er ziemlich würzig war, war er lecker und inspirierte mich, ihn auch mal zu Hause zu probieren.

Danach erfuhren wir mehr über Patricks Reise um Australien, auf der sie nur selbst gesammelte Nahrung aßen. Es war sehr interessant und klang, als würde es Spaß machen.

– Devlin / Footscray City College Substation

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister

Nahrungssuche

Von Peter

Heute war ein ganz ungewöhnlicher Tag, ein Mann namens Patrick kam in unsere Klasse und nahm uns auf einen Spaziergang mit, um natürliche Ressourcen für unseren Salat zu finden. Unsere Gruppe suchte, sammelte und pflückte viele natürliche Pflanzenarten, darunter Malven, Gänsedisteln und Känguruapfel. Patrick zeigte uns, dass man all diese Ressourcen direkt vor der eigenen Haustüre finden kann. Die Supermärkte sind nicht die einzige Quelle von Lebensmitteln, das Sammeln von Nahrung kann sehr nützlich sein.

Der Salat war echt gut, einzeln waren die Pflanzen nicht so toll, aber zusammen schmeckten die Zutaten lecker und rochen nach einer Art Pesto.

 

Aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Meister